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SPD-Fraktion:

Metronom braucht endlich eine Perspektive

Thomas Krey ist Bezirksbürgermeister von Osterfeld und wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Die Corona-bedingten Einbrüche im Städtetourismus sind für Oberhausens Hotellerie und Gastronomie dramatisch – eine Wiederbelebung des alten Musical-Standortes könnte Signalwirkung entwickeln.

„Die Bretter, die die Welt bedeuteten“ hat im Metronom-Theater am Centro seit dem 13. März des vergangenen Jahres niemand mehr betreten, der Vorhang ist gefallen – für immer? Der erste Corona-Lockdown hatte das traurige Ende des Musical-Standortes Oberhausen beschleunigt: Neun Tage später wollte die „Stage Entertainment“ das markante Haus mit dem geschwungenen Dach sowieso schließen – aus wirtschaftlichen Gründen, wie es von Seiten des Betreibers hieß. Insider hielten dieses Argument immer für vorgeschoben, die Probleme seien hausgemacht: durch eine schlechte Preispolitik und Spielplangestaltung von „Stage Entertainment“.

Derzeit prägt die Corona-Pandemie das städtische Geschehen. Was aus dem Haus neben dem Centro und ehemals einzigen Musical-Standort im Ruhrgebiet neben dem Bochumer „Starlight-Express“ werden soll, weiß auch ein Jahr nach der Schließung immer noch niemand. Fest steht nur, dass Oberhausen und die Region ein Stück Kultur verloren haben.

„Kulturelle Angebote von überregionaler Ausstrahlung, wie es das Musicaltheater war, braucht unsere Stadt“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende Sonja Bongers. „Wir bedauern nicht nur den Verlust der mehr als 100 Arbeitsplätze im ehemaligen Theater, sondern auch die negativen Folgen für die Gastronomie und das Hotelgewerbe.“

Immerhin ging jede zehnte Hotel-Übernachtung in Oberhausen vor Corona auf Musical-Besucher zurück. „Gerade unsere Hotellerie und Gastronomie brauchen nach den dramatischen Einbrüchen im Städtetourismus wieder eine Perspektive“, fordert der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Thomas Krey. Neues Leben im Metronom-Theater – sei es als Musical-Standort oder für eine völlig neue Nutzung – sei dafür ein wichtiger Baustein, so Krey.

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