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Sonja Bongers:

Rote Laterne nicht einfach hinnehmen

Sonja Bongers ist Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion und Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen

„Ein letzter Platz ist ein letzter Platz, da kann der Aufprall im Tabellenkeller noch so dynamisch wirken“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Sonja Bongers zum Ergebnis der jüngsten Städtevergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft. „Dass Oberhausen im Niveauranking sogar noch weiter gefallen und nun ganz unten aufgeschlagen ist, ist natürlich eine schlechte Nachricht für unsere Stadt. Für einen Oberbürgermeister, der acht Jahre Zeit gehabt hat, die von ihm vollmundig angekündigte Trendwende auch in den Rankings herbeizuführen, ist das ein peinliches und blamables Zwischenzeugnis. Als Oppositionsführer hätte er angesichts eines solchen Verrisses verbal Kleinholz aus der Stadtspitze gemacht“, ist sich Sonja Bongers sicher.

Dass die Stadt in den letzten Jahren nicht den richtigen Drive gefunden hat, aus der Misere herauszukommen, sei schlicht ernüchternd. Dabei zeige ein Blick in die Nachbarschaft, was möglich ist: Für Gelsenkirchen ging es im Dynamik-Ranking, welches das Entwicklungspotenzial einer Kommune darstellt, um 131 Plätze nach oben auf Rang 236, Herne kletterte gar um 181 Ränge auf Platz 179. Auch die Nachbarstadt Duisburg, für die es „nur“ um 68 Plätze nach oben ging, rangiert auf Platz 261 im Dynamik-Ranking immer noch deutlich vor Oberhausen (Platz 298).

„Wir wollen und können uns ja nicht mit prosperierenden Gemeinden entlang der Rheinschiene oder in Südwestfalen vergleichen, das würde auch unserer Problemlage nicht gerecht“, erklärt Sonja Bongers. „Doch wenn wir schauen, was andere Ruhrgebietskommunen erreichen, die genauso den Strukturwandel bewältigen müssen wie wir, sind Fragen angebracht: Warum schaffen andere, was uns gar nicht oder zumindest nicht ausreichend gelingt?“, so die Fraktionsvorsitzende.

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