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Nein zu Krankenhausschließungen in Oberhausen:

SPD Oberhausen diskutiert über Gesundheitsversorgung der Stadt

Das Podium mit Björn Jadzinski, Barbara Matthies, Frederick Cordes und Stefan Zimkeit (von links)

Wie entwickelt sich die Krankenhauslandschaft in Oberhausen in den kommenden Jahren? Welche Ansprüche haben die Bürgerinnen und Bürger an die Gesundheitsversorgung in ihrer Stadt? „Wir brauchen eine verlässliche, wohnortnahe Gesundheitsversorgung in Oberhausen“, sagte der Landtagsabgeordnete Stefan Zimkeit in einem Fachgespräch, zu dem die SPD Oberhausen Ver.di-Gewerkschaftssekretär Björn Jadzinski und die ehemalige Krankenhausgeschäftsführerin Barbara Matthies eingeladen hatte. „Wir haben in NRW derzeit einen massiven Investitionsstau, den auch die Patientinnen und Patienten spüren“, sagte Matthies. „Das können wir uns nicht leisten“.

Der Landtagsabgeordnete Frederick Cordes, der die Veranstaltung moderierte, wies auf skandinavische Vorbilder als Entwicklungsperspektive hin. Die Versorgung durch Gemeindeschwestern, niedrigschwellige Beratungen durch Gesundheitskiosks in Großstädten oder der Ausbau der ambulanten Versorgung könnten zukünftig wichtige Modelle der Gesundheitsversorgung werden. Cordes befürchtet, dass die Krankenhausplanung der CDU-FDP-Landesregierung in die entgegengesetzte Richtung zielt. „Demnach sollen sich Krankenhäuser zukünftig stärker spezialisieren. Schließungen von Kliniken werden dabei nicht ausgeschlossen“, so Cordes.

Björn Jadzinski (links) diskutierte mit Frederick Cordes über den Fachkräftemangel in der Pflege

„Wir haben in der Pandemie gesehen, dass ein leeres Bett zu viel oft besser ist als eins zu wenig“, betonte Zimkeit. „Die Gesundheitsversorgung muss immer funktionieren – im Alltag und im Ernstfall.“

Das Podium war sich einig, dass der Umgang mit den Pflegekräften, wie ihn die Landesregierung in den vergangenen Jahren gepflegt habe, geändert werden muss. Wertschätzung dürfe sich nicht nur über Applaus, sondern auch durch gute Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung ausdrücken. „Ich wünsche mir, dass wir Lösungen finden, damit viele Pflegekräfte, die in Teilzeit oder andere Berufe abwandern, wieder zurückkommen können in diesen wunderschönen Beruf“, unterstrich Gewerkschaftssekretär Björn Jadzinski.

Für die Oberhausenerinnen und Oberhausener wurde an diesem Abend deutlich: Am 15. Mai steht eine wohnortnahe und am Menschen orientierte Gesundheitsversorgung mit auf dem Wahlzettel.

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