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MdL Sonja Bongers:

Gesprengte Geldautomaten – Geldinstitute müssen mehr tun

Sonja Bongers ist Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion und Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen

Anlässlich der Automatensprengung in der Nacht zu Dienstag bei der Volksbank Rhein-Ruhr in Oberhausen-Osterfeld, hat die SPD-Landtagsabgeordnete Sonja Bongers sich dafür ausgesprochen, Banken bei der Vermeidung von Sprengungen der Geldautomaten mehr in die Pflicht zu nehmen.

„Die Forderungen des Landeskriminalamtes NRW die Videoüberwachung im Umfeld aller Automaten auszubauen, sowie Nebelanlagen einzusetzen, machen schon Sinn. Zudem sollte man darüber nachdenken, bei besonders gefährdeten Automaten nachts die Bargeldmenge zu reduzieren. Es müssen endlich gesetzliche Auflagen für die Banken geschaffen werden“, sagte die Rechtspolitikerin.

Rechtliche Grundlagen schaffen

Bongers schließt sich den Aussagen des Bundes deutscher Kriminalbeamter an, dass Bund und Länder endlich rechtliche Regelungen für die Banken finden müssten. „Die Polizei kann nicht jeden Automaten bewachen. Von daher ist es eine gute Idee, dass sich Banken den Standort für einen Automaten genehmigen lassen müssten. Dies ist in vielen EU-Ländern Standard.“

Täter häufig aus den Niederlanden

Im Fokus der Täter ist immer wieder NRW. Allein 47 Sprengungen wurden 2022 hier registriert. Bundesweit waren es 493 Fälle. 2021 waren es bundesweit 392. Ermittler sehen hier die Nähe zu den Niederlanden und die hohe Zahl von Geldautomaten (11.000) als Grund für die Delikte. Nach Erkenntnissen der Polizei sind es häufig Banden, die aus dem Nachbarland herüberkommen, hier sprengen und wieder nach Holland verschwinden.

Neben den Automaten werden häufig auch Gebäude bei den Sprengungen beschädigt. „Irgendwann werden auch Menschen bei den Aktionen verletzt oder gar getötet. Dann will ich das Geschrei nicht hören, dass im Vorfeld nicht genug getan worden ist. Das Thema ist bekannt, also muss gehandelt werden“, so Bongers.

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