SPD-Stadtverordneter Flore:

BOB-Aussagen pro Kinderarbeit sorgen für Betroffenheit

Manfred Flore ist umwelt- und kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Manfred Flore ist umwelt- und kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Mit großem Befremden reagiert Manfred Flore, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, auf die Äußerungen von BOB-Vertreter Werner Nowak, der sich in der letzten Sitzung des Umweltausschusses für Kinderarbeit ausgesprochen hatte. “Herr Nowak (BOB) hat sich in der Diskussion zur Frage eines Verbots von Grabsteinen aus Kinderarbeit eindeutig disqualifiziert. Sein Plädoyer für Kinderarbeit zur Finanzierung ihrer Familien und damit für die schlimme Ausbeutung von tausenden von Minderjährigen weltweit hat für Betroffenheit gesorgt”, sagt Flore.

“Richtig ist, dass im Kampf gegen Kinderarbeit Alternativen, zum Beispiel im Bildungsbereich, geschaffen werden müssen und eine Lösung der globalen Armutsproblematik nicht von heute auf morgen in Sicht ist. Gerade unsere Stadt hat aber im Rahmen der Lokalen Agenda Oberhausen und dem Erreichen des Siegels ‘Fair-Trade-Town’ im letzten Jahr ein Zeichen zur Armutsbekämpfung gesetzt. Umso mehr irritiert jetzt die Positionierung von BOB, die sich der klaren Missbilligung von Kinderarbeit nicht anschließen”, erläutert Flore.

Anlass der Debatte im Umweltausschuss war ein Antrag der Linken zur Änderung der Friedhofssatzung in Oberhausen, mit dem die Grundlage für ein Verbot der Verwendung von Grabsteinen und Grabmalen aus Kinderarbeit geregelt werden soll. “Im Zuge der neuen Landesgesetzgebung kann die kommunale Satzung im kommenden Frühjahr rechtssicher für alle verändert werden. Über diese Vorgehensweise herrschte im Ausschuss breiter Konsens, nur BOB stellte sich mit der befremdlichen Einzelmeinung ins Abseits”, so der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion abschließend.

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