MdL Sonja Bongers:

Keine Übungsplätze für Rettungshundestaffeln

Sonja Bongers ist Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen für Alt-Oberhausen und Osterfeld

Rettungshunde kommen in sehr unterschiedlichen Gefahrenlagen zum Einsatz: zum Beispiel in der Flächen-, Lawinen und Trümmersuche, beim Mantrailing oder beim Katastrophenschutz. 36 Rettungshundestaffeln gibt es in Nordrhein-Westfalen, die beim Arbeiter-Samariter-Bund, beim Deutschen Roten Kreuz, bei der Johanniter-Unfallhilfe und beim Malteser-Hilfsdienst angesiedelt sind. Sie retten Menschenleben und leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zu unserer Sicherheit.

Damit die Hunde möglichst realistisch auf Gefahrensituationen vorbereitet werden, braucht es natürlich Übungsmöglichkeiten. “Durch den Arbeiter-Samariter-Bund in Oberhausen bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass genau diese Übungsplätze fehlen”, erläutert die Landtagsabgeordnete Sonja Bongers (SPD). “Hunde dürfen nämlich gemäß § 2(3) des Landesforstgesetzes NRW im Wald außerhalb von Gehwegen nur angeleint laufen, weshalb Wälder als Übungsplätze nicht in Frage kommen. Wenn es keinen ausgewiesenen Übungsplatz gibt, bleiben den Rettungshundestaffeln nur noch private Übungsgelände, die von den Trägern zum Teil teuer bezahlt werden müssen.”

Um diesen Missstand aufzugreifen, hat die Abgeordnete eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt, deren Antwort leider nicht sehr zufriedenstellend war. Darin wird der Ball der Forstbehörde zugespielt, die Anfragen nach Trainingsmöglichkeiten wohlwollend prüfen soll, was allerdings im Fall des Arbeiter-Samariterbundes nicht geschehen ist. “Da muss dringend eine Lösung gefunden werden.”, appelliert Bongers. “Es kann nicht sein, dass die Landesregierung die Träger mit dieser wichtigen Aufgabe alleine lässt. Wir werden der Sache weiterhin auf den Zahn fühlen.”

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