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Ercan Telli:

SPD fordert ein Haus der Technik für die Älteren

Ercan Telli ist sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Eine Heizung, die sich temperaturabhängig quasi von alleine regelt; Rollläden, die zu bestimmten Uhrzeiten oder Helligkeitsstufen herauf- und herunterfahren; eine Schlafzimmerlampe, die angeht, sobald man einen Fuß aus dem Bett steigt: die Möglichkeiten, die Smart-Home-Technologien bereits heute bieten, sind so vielfältig wie nützlich – vor allem dann, wenn die Kraft nachlässt und die eigenen Schritte nicht mehr so sicher sind wie früher.

„Smart-Home-Lösungen sind nicht nur Spielereien für technikaffine Computernerds. Sie können den Alltag von Seniorinnen und Senioren erheblich erleichtern und dafür sorgen, dass Menschen länger und sicherer selbstbestimmt in ihrer eigenen Wohnung leben können“, erklärt Ercan Telli, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Doch die Schwellenangst älterer Menschen, sich auf diese Technologien einzulassen, ist oftmals hoch.

„Vielen ist die Technik zunächst einmal fremd“, weiß Hans-Günter Wrobel, Sprecher der SPD im Seniorenbeirat der Stadt. „Sie fürchten sich vor Überforderung oder dass die Technik dann zuhause das Kommando übernimmt.“

Befürchtungen, die ebenso unbegründet sind wie hartnäckig – und darum wünscht sich Oberhausens SPD ein Smart-Haus für Seniorinnen und Senioren zur Veranschaulichung und zum zwanglosen Ausprobieren. „Broschüren und Werbefilme sind das eine, die eigene Erfahrung noch mal was ganz anderes“, erklärt Wrobel.

In der Sterkrader Innenstadt, gut erreichbar, soll die Verwaltung ein solches Smart-Haus für Seniorinnen und Senioren planen und einrichten, heißt es in dem SPD-Antrag. Dort soll eine Modellwohnung eingerichtet werden, die die realistische Lebenswirklichkeit von Seniorinnen und Senioren abbildet und aufzeigt, wie digitale Unterstützungssysteme funktionieren.

„Wenn die Menschen die Technik selbst ausprobieren können und dabei auch gut beraten werden, dürfte das die Akzeptanz steigern“, glaubt Telli. Um den Betrieb und eine funktionierende Öffentlichkeitsarbeit zu gewährleisten, soll das Smart-Haus an das Quartiersbüro Sterkrade-Mitte angebunden werden.

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