Ulrich Real:

Kritik am Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen wenig verständlich

Ulrich Real ist Bezirksbürgermeister von Sterkrade und planungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion

Für Irritationen beim Sterkrader Bezirksbürgermeister Ulrich Real (SPD) hat die vereinzelte Kritik gesorgt, die in jüngster Zeit das Planfeststellungsverfahren um das Autobahnkreuz Oberhausen begleitet hat.

“Wenn man die ersten Planungen zum Umbau mit dem aktuellen Plan vergleicht, wird sehr deutlich, dass der Eingriff in die Natur sehr moderat ausfällt”, erklärt Real. Dies sei zu großen Teilen der Bürgerinitiative “Sterkrader Wald Süd West” zu verdanken, die mit Bekanntgabe der ersten Planungen in einen konstruktiven Dialog mit Straßen NRW getreten ist. “Vor drei Jahren hat der Rat der Stadt erklärt, dass er den Umbau des Kreuzes für geeignet hält, Immissionsbelastungen und innerstädtischen Verkehr zu verringern”, erinnert der planungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, “auch die Grünen haben diesem interfraktionellen Antrag zugestimmt.”

Nun erkläre die Partei, grundsätzlich gegen den Ausbau zu sein und frage rhetorisch, ob man tatsächlich Bäume für Lärmschutz opfern solle – auch wenn dieser “unerträglich” sei. “Das dürften die lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner in Nähe des Autobahnkreuzes deutlich anders sehen”, gibt Real zu bedenken.

Grundzüge der aktuellen Planungen seien im März in der Bezirksvertretung Sterkrade vorgestellt werden. “Leider ist die geplante Bürgerversammlung der Corona-Krise zum Opfer gefallen”, erklärt Real weiter. Diese soll jedoch – mit Blick auf die Entwicklung – zügig neu datiert werden.

“Gerade die aktuelle Krise zeigt uns deutlich, wie wichtig Logistik für die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs ist”, ergänzt der Bezirksbürgermeister. Und für eine funktionierende Logistik seien gut ausgebaute Straßen wichtig, die den Menschen in einem dicht besiedelten Raum möglichst großen Schutz vor Lärm und staubedingten Emissionen bieten.

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