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Bezirksbürgermeister Dieter Janßen:

Viel Lärm um Nichts in Sterkrade

Dieter Janßen ist Bezirksbürgermeister von Sterkrade

Dieter Janßen ist Bezirksbürgermeister von Sterkrade

Von abgesagten und inszenierten Sitzungen in der Vorwahlkampfzeit

Viel Streit gab es in den vergangenen Tagen um abgesagte Gremiensitzungen. Insbesondere der ein oder andere Bezirksvertreter versuchte hier von sich reden zu machen. Dabei ist eine ausgefallene Sitzung hin und wieder ein ganz normaler Vorgang. Wenn es nichts oder nur wenig zu beraten gibt, fällt auch schon mal ein Termin aus. Ein Phänomen, das es im Übrigen nicht nur am Ende einer Wahlperiode gibt. Nun aber einen Streit vom Zaun zu brechen über eine Sitzung, die sogar stattgefunden hat, ist hingegen von neuer Qualität. So in der vergangenen Woche geschehen in der Bezirksvertretung Sterkrade.

Hätten wir im Mai nicht Wahlen, würde ich mir ernsthafte Sorgen um Herrn Ingendoh und seine Truppe machen, schmunzelt Bezirksbürgermeister Dieter Janßen (SPD). „Nachdem von der Verwaltung keine Tagesordnungspunkte für die Sitzung am 20. Februar angemeldet waren, habe ich bei den anderen Fraktionen den Beratungsbedarf abfragen lassen. Statt einer Antwort, gab es von der CDU nur zwei Anträge, die ich als Wunsch gewertet habe, die Sitzung auf jeden Fall stattfinden zu lassen. Weitere Diskussion, ob die Sitzung ausfallen könne oder nicht, gab es nicht. Die ganze Aufgeregtheit erschließt sich mir deshalb nicht.“

Bereits 2010 und 2013 fielen in Abstimmung mit der CDU Sitzungen der BV-Sterkrade aus. Auch um Kosten und Zeit für alle Beteiligten zu sparen, erläutert Dieter Janßen. Immerhin seien auch Kommunalpolitiker nur Ehrenamtler. „Ob die beiden Anträge der CDU nicht auch hätten im März beraten werden können, mag jeder für sich selbst entscheiden. Im Wahlkampf kochen schon mal Themen hoch, die in anderen Jahren gar kein Thema wären“, so Janßen. „Dass es in der letzten Sitzung aber weniger um die Sache und mehr um die Inszenierung gehen sollte, war mir spätestens klar, als ich CDU-Fraktionsgeschäftsführer Hannes Fritsche als einzigen Pressevertreter im Sitzungssaal sah.“

Verwundert zeigt sich Bezirksbürgermeister Dieter Janßen in diesem Zusammenhang über die Tatsache, dass trotz Abwesenheit aller Medienvertreter und ohne Rückfragen bei ihm oder der Verwaltung eine ausführliche Presseberichterstattung den Weg in den Wochenanzeiger finden konnte. Auch nach Jahrzehnten in der Kommunalpolitik lerne man immer noch dazu.

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