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Neuausrichtung Bäderwesen:

SPD-Fraktion begrüßt Vorschlag der Verwaltung, Südbad nicht zu schließen

Wolfgang Große Brömer, MdL - SPD-Fraktionsvorsitzender

Wolfgang Große Brömer, MdL – SPD-Fraktionsvorsitzender

In seiner gestrigen Sitzung hat sich der Vorstand der SPD-Ratsfraktion intensiv mit aktuellen Vorschlägen der Verwaltung zur Neuausrichtung des Bäderwesens beschäftigt. Hierzu hatte die Verwaltung auf Antrag der SPD-Fraktion per Ratsbeschluss im Juni den Prüfauftrag erhalten, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen, sowohl das Südbad als auch das Stadion Niederrhein zu schließen, ohne Einschränkungen im Schul- und Vereinsschwimmen und unter realistischer Folgenutzung der Alt-Immobilien umsetzbar sind und haushaltsentlastende Effekte haben.

Zum Südbad ist nach aktuellem Stand festzuhalten, dass die jetzt für den Sport zuständige Beigeordnete, Petra Kersten-Rettig, den politischen Gremien nunmehr keine vollständige Schließung vorschlägt, sondern stattdessen einen Weg priorisiert, das Sportbad-Süd an der Lothringer Straße dauerhaft zu erhalten. Hierzu soll das Bad dem Stadtsportbund mit seinen angeschlossenen Vereinen übertragen werden.

“Damit wird in einem ersten Schritt gewährleistet, dass das Schul- und Vereinsschwimmen verlässlich in Alt-Oberhausen abgesichert wird”, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Große Brömer.

In der Diskussion des SPD-Fraktionsvorstandes ist darüber hinaus festgehalten geworden, dass auch zur Sicherung der öffentlichen Badezeiten ergänzende Überlegungen anzustellen sind. Denkbar wäre, dass der öffentliche Badebetrieb im Südbad über intelligent gestaltete Vereinsanbindung oder mit entsprechenden Kursgestaltungen aufrecht erhalten und so auch Kostendeckungsbeiträge erzielt werden können. Diese Überlegungen sind allerdings in weiteren Verfahrensschritten zu konkretisieren.

Ein gleiches Grundkonzept schlägt die Verwaltung auch für das Osterfelder Hallenbad vor. Der seit jeher bestehende Vorschlag, die Verantwortung auf den Stadtsportbund und seinen Vereinen zu übertragen, soll nunmehr mit Priorität abgearbeitet werden. Auch hier gilt, dass Schul- und Vereinssport in einem ersten Schritt dauerhaft abgesichert werden.

Schweren Herzens hat der SPD-Fraktionsvorstand bei der Diskussion des sogenannten Bäderpakets, das dem Rat der Stadt bereits in seiner nächsten Sitzung am 16. Dezember zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll, zur Kenntnis genommen, dass die Verwaltung zu einer Umnutzung des Freibades Stadion Niederrhein insbesondere unter finanziellen Gesichtspunkten keine realistische Alternative sieht.

Die aktuellen Planungen sehen im Detail vor, die bisherigen Wasserbecken umzubauen und in Rollhockey-, Inlineskating- und Streetbasketballflächen umzuwandeln. Darüber hinaus sollen die Freiflächen mit Spiel- und Grillplätzen aufgewertet und die Aufenthaltsqualität so nicht nur insgesamt gesteigert werden, sondern auch über die Hundstage im Sommer hinaus soll ein attraktives sportorientiertes Freizeitangebot gemacht werden.

“Für meine Fraktion gilt nach wie vor die Maßgabe, das unmittelbare Umfeld des Stadion Niederrheins zu einer nichtkommerziellen Sport- und Freizeitfläche aufzuwerten”, so Wolfgang Große Brömer abschließend.

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