Inklusion:

Landtag beschließt gemeinsamen Unterricht für behinderte und nichtbehinderte Kinder

Stefan Zimkeit ist Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen für Oberhausen-Sterkrade und Dinslaken

Stefan Zimkeit ist Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen für Oberhausen-Sterkrade und Dinslaken

“Ab dem Schuljahr 2014/15 hat jedes behinderte Kind das Recht, ab dem 1. oder 5. Schuljahr eine allgemeine Schule zu besuchen”, freut sich Wolfgang Große Brömer über das vom Landtag geänderte Schulgesetz. “Seit über 30 Jahren wird in NRW der gemeinsame Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Schülern praktiziert.” Dies solle künftig der Regelfall sein, betont der Vorsitzende des Landtagsschulausschusses.

Wichtig war es aus der Sicht von Stefan Zimkeit, dass sich Land und Kommunen kurzfristig auf ein Verfahren zum Umgang mit möglichen Mehrkosten geeinigt haben und ein Rechtsstreit verhindert wird. “Die Inklusion ist eine Folge der UN-Behindertenrechtskonvention. Da müssen Land und Städte an einem Strang ziehen.”

Der SPD-Landtagsabgeordnete weist darauf hin, dass jede Schulform zur Inklusion verpflichtet sei. “Wir brauchen mehr Chancengleichheit, kein Kind darf zurückgelassen werden. Behindert und nichtbehinderte Kinder profitieren gleichermaßen davon, voneinander zu lernen.” Jedem behinderten Kind werde künftig nicht nur ein Platz an einer Förderschule, sondern auch an einer allgemeinen Schule angeboten. “Der Elternwille ist entscheidend”, unterstreicht Zimkeit.

Stefan Zimkeit bedauert es, dass die CDU dem Inklusionsgesetz nicht zugestimmt hat. “2010 hat Rot-Grün gemeinsam mit der CDU den Gesetzgebungsprozess auf den Weg gebracht, und jetzt hat sie einen Rückzieher gemacht”, stellt Zimkeit fest. Die Argumentation der Union, die 2.000 zusätzlichen sonderpädagogischen Lehrerstellen seien nicht ausreichend, kann der SPD-Finanzexperte nicht nachvollziehen. “Die CDU selbst schlägt für den Landeshaushalt die Streichung von landesweit 6000 Lehrerstellen vor”, weist er auf einen Widerspruch hin.

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