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SPD-Chef Große Brömer zu Pofalla, Röttgen & Co:

„Ruhrgebietsfeindlichkeit der CDU entwickelt sich zur Tradition“

Wolfgang Große Brömer ist Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Oberhausen

Wolfgang Große Brömer ist Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Oberhausen

Warum Kanzleramtsminister Pofalla im Rundfunk zur Sketch-Figur mutiert ist, ist dem Oberhausener SPD-Chef Wolfgang Große Brömer MdL nun endgültig klar: „Wer so ein dummes Zeug erzählt wie Pofalla, reizt einfach zum Lachen“, reagiert Große Brömer auf Äußerungen Pofallas, Kommunen wie Kalkar müssten für Städte wie Oberhausen zahlen (die NRZ berichtete). Große Brömer weiter: „Das Lachen bleibt einem aber im Halse stecken, wenn man bedenkt, dass Pofalla sich damit als Brandstifter betätigt.“ Er rede Oberhausen schlecht und versuche der Stadt eine Schuld zuzuschieben, die sie gar nicht hat. Große Brömer: „Die Zuwendungen des Landes an die Kommunen haben nichts mit dem jeweiligen Schuldenstand zu tun. Ihre Grundlagen sind seriös berechnete Steuer- und Sozialdaten.“

Als „unschöne Tradition der CDU“ bezeichnet Große Brömer ihre ruhrgebietsfeindliche Politik, die zu Zeiten der Regierung Rüttgers begonnen habe und von Leuten wie Pofalla und Röttgen fortgesetzt werde. Der Bundesumweltminister hatte sich jüngst für die Beibehaltung des Solidarbeitrags Ost ausgesprochen und die Zahlungen der notleidenden Revierstädte als gerecht bezeichnet. Große Brömer: „Röttgen sollte wissen, dass wir in Oberhausen von den 270 Millionen Euro, die bislang Richtung Osten überwiesen worden sind, jeden einzelnen Euro über Kredite finanzieren mussten.“

Äußerungen, die SPD wolle eine „Neiddebatte“ anfangen und „Arm gegen Arm“ ausspielen, beurteilte Große Brömer als „unangebracht, unangemessen, unfair“, denn: „Wir wissen, was Solidarität bedeutet. Wir wissen aber auch, dass jetzt wir mal solidarische Hilfe brauchen.“ Dass von der örtlichen CDU zu den Äußerungen ihrer „angeblichen Spitzenpolitiker“ keine Kommentare abgegeben werden, überrascht Große Brömer nicht. „Die Herren Hausmann und Schranz haben Angst, sich den Mund zu verbrennen und sondieren erstmal das Terrain. Leider vertreten sie mal wieder nicht die Interessen unserer Stadt.“

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