MdB Michael Groschek:

Ruhrgebiet zahlt die Zeche

Michael Groschek ist Mitglied des Deutschen Bundestages und Generalsekretär der NRWSPD

Michael Groschek ist Mitglied des Deutschen Bundestages und Generalsekretär der NRWSPD

„Oberhausen macht Schulden für den Solidarpakt Ost. Die Kinderarmut vor Ort – wie im gesamten Ruhrgebiet ? ist aber bedrückender ist als im Osten.“ So kommentiert der Oberhausener Bundestagsabgeordnete Michael Groschek eine aktuelle Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverband. In ihr wurde einmal mehr deutlich, dass das Prinzip der Westen schickt Fördergeld in den Osten nicht mehr zeitgemäß ist.

Nach Zahlen des Paritätischen Wohlfahrtverbandes haben die Kinder von SGB-II-Empfängern – insbesondere im Ruhrgebiet – wenig vom Aufschwung der letzten Zeit profitiert. Mit 25,4 Prozent ist die Quote bei den betroffenen Kindern unter 15 Jahren auf Augenhöhe mit Sachsen-Anhalt (26,4 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (24,2 Prozent). In Oberhausen liegt diese Quote der unter 15-Jährigen sogar bei 26,6 Prozent.

Michael Groschek fordert einen Solidarfonds Deutschland, der dort hilft, wo die wirklichen Strukturprobleme sind. Die Himmelsrichtung darf nicht länger Verteilungsmaßstab sein. Ost und West müssen endlich gemeinsam den Strukturwandel da fördern, wo Wachstum und Beschäftigung im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Armut gestärkt werden müssen. Dies sei auch das wirksamste Konzept um kommunale Schuldenberge nachhaltig abzubauen. „Vom Sparen allein“, so Groschek, „ist noch niemand reich geworden.“

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