Rund 50 Millionen für die Sportinfrastruktur:

SPD-Sommerschule informierte über die Perspektiven der Sportstadt Oberhausen

Stadion

Stadion „Am Dicken Stein“: Zur Zeit wird hier noch kräftig gearbeitet

Gleich zwei Stationen standen beim ersten Termin der diesjährigen SPD-Sommerschule auf dem Programm: Das Stadion „Am Dicken Stein“ und das neue Sportzentrum Tackenberg. Beide Sportplätze sind Teil des Oberhausener Sportstättenpakets und werden zur Zeit aufwändig saniert. „Oberhausens Sportflächen werden fit gemacht für die Zukunft,“ erklärte OGM-Geschäftsführer Hartmut Schmidt den rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Bis 2014/15 werden rund 50 Millionen Euro in die gesamte Oberhausener Sportinfrastruktur geflossen sein. Überall in der Stadt werden dann Schmuckstücke stehen.“

Wichtiger Nebeneffekt des ehrgeizigen Programms: Die neuen Sportanlagen, sind nicht nur attraktiver, sondern langfristig auch günstiger. Zum einen lassen sich durch den Einsatz von Kunstrasen beträchtliche Unterhaltskosten einsparen. Zum anderen erlauben die neuen Plätze eine intensivere Nutzung. Dadurch können Trainingsmöglichkeiten an anderer Stelle aufgegeben und die frei werdenden Flächen vermarktet werden. „Am Ende hat man etwas weniger, aber günstigere und deutliche bessere Sportflächen,“ fasste Schmidt das Ziel des Sportstättenpakets zusammen.

Die konkrete Umsetzung vor Ort erläuterte der Bereichsleiter Sport Dietmar Ingenerf. Die Sportsfreunde von Sterkrade 06/07 kamen bisher mit den Spielflächen am Dicken Stein nicht aus und mussten regelmäßig auf den Ascheplatz an der Dorstener Straße/Elpenbachstraße ausweichen. „Dort aber gab es bislang weder Umkleideräume noch Toiletten,“ führte Ingenerf aus. „Das war nicht nur für die Spieler beschwerlich war, sondern auch für die Anwohner, die sich über die Hinterlassenschaften der Zuschauer ärgerten.“ Nun wird der Rasenplatz am Dicken Stein durch einen Kunstrasenplatz ersetzt, der auch eine intensivere Bespielung verkraftet. Eine neue Flutlichtanlage ermöglicht den Trainingsbetrieb in den Abendstunden und ein zusätzliches Kleinspielfeld schafft Ausweichmöglichkeiten für die Jugendmannschaften. Die Folge: Sterkrade 06/07 wird mit der neu gestalteten Heimanlage bestens auskommen und kann am Tackenberg Platz machen für andere Vereine.

Auch dort aber wird erst einmal tüchtig saniert: Die alte Asche ist schon abgetragen. In den nächsten Wochen entsteht hier ein Kunstrasenplatz als Mittelpunkt des neuen Sportzentrums Tackenberg. Ein Multifunktionsfeld für Basketball, Volleyball und Handball, eine Sprunggrube, ein Kugelstoßkäfig und eine 100-Meter-Bahn werden das Angebot abrunden. „Wir sind froh“, unterstreicht Josef Loege, Präsident der Stadtsportbundes und Leiter des SPD-Arbeitskreises Sport, „dass wir eine Reihe von Vereinen für den Umzug an den Tackenberg gewinnen konnten. Gerade hier wird ihre wertvolle Jugendarbeit gebraucht.“ Damit die gelingen kann, baut die Stadt vor Ort nicht nur die dringend benötigten Umkleiden und Duschen, sondern auch Jugend- und Sozialräume für die Vereine.

Insgesamt kostet das neue Sportzentrum rund eine Million Euro. Der Umbau des Stadions „Am Dicken Stein“ wird mit 805.000 Euro zu Buche schlagen. Ein Großteil der Summe wird aus Mitteln des Konjunkturpakets II von Bund und Land getragen. „Unterm Strich gut angelegtes Geld“, brachte es Josef Loege abschließend auf den Punkt. „Für die Stadtkasse und vor allem für Oberhausens Zukunft als Sportstadt!“

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