SPD Oberhausen:

Kindergärtenbeiträge müssen weg

Wolfgang Große Brömer ist Vorsitzender der Oberhausener SPD und Mitglied des Landtags NRW

Wolfgang Große Brömer ist Vorsitzender der Oberhausener SPD und Mitglied des Landtags NRW

Kostenfreie Bildung für alle und damit auch der beitragsfreie Besuch von Kindertagesstätten bleiben zentrale Ziele der SPD. Dies machte Wolfgang Große Brömer, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, gestern Abend im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung im interkulturellen Kindergarten EMEK deutlich. „In einem ersten Schritt wollen wir in der nächsten Legislaturperiode die Gebührenfreiheit für das letzte Kindergartenjahr in Oberhausen verwirklichen“, kündigte Große Brömer an. Dafür würden die Oberhausener Sozialdemokraten auch die Auseinandersetzung mit der Landesregierung nicht scheuen.

Zahlreiche Eltern waren der Einladung der Oberhausener SPD gefolgt, um gemeinsam mit Bildungsexperten über die Themen frühkindliche Bildung und KTE-Gebühren zu diskutieren. „Die wichtigste Ressource unseres Landes wächst zwischen den Köpfen unserer Kinder heran,“ so brachte es Prof. Dr. Rainer Strätz von der Fachhochschule Köln in seinem einleitenden Vortrag auf den Punkt. Dabei werde schon bei der Betreuung und Förderung der Kleinsten über die individuellen Erfolgschancen im Bildungssystem entschieden. Chancengleichheit sei in der Bildungslandschaft deshalb nur zu erreichen, wenn die kindliche Bildung möglichst früh beginne und qualitativ hochwertig sei.

Diesen Ansprüchen könne das so genannte „Kinderbildungsgesetz“ (KiBiz) der Landesregierung in keiner Weise genügen, betonte die Essener Landtagsabgeordnete Britta Altenkamp (SPD). „Das KiBiz ist ein Kostenspargesetz für das Land“, so Altenkamp. „Es belastet Eltern, Beschäftigte, Träger und Städte massiv ohne die Qualität der Angebote zu verbessern.“

Dabei seien die Mehrbelastungen keineswegs gleich verteilt. Während in Düsseldorf der Besuch eine Kindertageseinrichtung bereits vollkommen kostenfrei sei, zwinge die Landesregierung die Stadt Oberhausen, die Elternbeiträge zu erhöhen. „Mit solchen Benachteiligungen der Ruhrgebietsstädte muss endlich Schluss sein“, betonte Große Brömer abschließend. „Wir fordern gleiche Chancen für Oberhausener Kinder und eine gerechte Behandlung unserer Stadt.“ Dafür und für den kostenfreien Besuch von Kindertageseinrichtungen werde die SPD in Oberhausen kämpfen.

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