Informationsveranstaltung der AsF:

Bildung und Betreuung – Angebote für Kinder in Oberhausen

V. l.: Manfred Przybylski (Bereich Schule), Stefan Zimkeit (SPD-Fraktion), Lisa Koal (Mitglied der PG Soziales AsF Oberhausen), Gisela Larisch (AWO Oberhausen), Angelika Jäntsch (stv. AsF-Vorsitzende), Jürgen Flötgen (Kinderpädagogischer Dienst)

V. l.: Manfred Przybylski (Bereich Schule), Stefan Zimkeit (SPD-Fraktion), Lisa Koal (Mitglied der PG Soziales AsF Oberhausen), Gisela Larisch (AWO Oberhausen), Angelika Jäntsch (stv. AsF-Vorsitzende), Jürgen Flötgen (Kinderpädagogischer Dienst)

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist insbesondere für Frauen eines der drängendsten zu lösenden Probleme unserer Gesellschaft. Um einen Überblick über das Betreuungsangebot für Kinder in Oberhausen zu erhalten, lud die AsF Oberhausen (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) zu einer Informationsveranstaltung im „Haus Union“. Tenor der Veranstaltung war, dass nicht nur Betreuung, sondern auch Bildung und Erziehung die heutigen Angebote prägen.

Jürgen Flötgen, Bereichsleiter des Kinderpädagogischen Dienstes der Stadt Oberhausen, zeigte den positiven Stand der Kindergartenplatzversorgung von über 93%. „Kreative Ideen sind für die kommenden Jahre von Nöten, da der Geburtenrückgang die Kinderzahlen sinken lässt“, verdeutlichte er. „Eine Umwidmung der Plätze in Angebote für unter 3jährige ist das Ziel der SPD Oberhausen“, so Stefan Zimkeit, schulpolitischer Sprecher der SPD Fraktion Oberhausen. Eine Versorgungsquote von 15 % (rd. 650 Plätze) bis 2010 wird angestrebt, derzeit liegt die Versorgung an Plätzen für unter 3jährige bei 5,9 % (258 Plätze).

Die Schaffung von Kombimodellen bestehend aus Kindergarten und Tagespflege zur Abdeckung des Bedarfs für Eltern beispielsweise mit wechselnden Arbeitszeiten ist ein weiteres Thema, an denen die Stadt derzeit arbeitet. Zwei Servicestellen der Verwaltung für Kindergartenplätze und Tagespflege vermitteln bereits heute passgenaue Angebote.

„Ziel der Schulverwaltung ist es“, so Manfred Przybylski, Bereichsleiter Schule der Stadt Oberhausen, „die Verlässlichkeit der Betreuung in die Schulen zu bringen.“ Angefangen hat es mit dem Modell der Verlässlichen Schule von 8 bis 1. Mittlerweile bieten 28 Grundschulen das Offene Ganztagskonzept an. Je nach Bedarf variiert das Angebot an Grundschulen von einem Frühstück vor Beginn der Schule über den Mittagstisch bis hin zur Nachmittagsbetreuung bis 16:30 Uhr. Ziel der Verwaltung ist ein Angebotsausbau für 25 % der Schülerinnen und Schüler.

Zur Umsetzung der Offenen Ganztagsgrundschulen kooperiert die Verwaltung mit Trägern der Jugendhilfe, Sportvereinen, Musik- und Malschulen. Die AWO (Arbeiterwohlfahrt Oberhausen) ist Partner an 5 Schulen in Oberhausen, Gisela Larisch, Vertreterin für die Schulsozialarbeit der AWO, stellte exemplarisch einen Stundenplan einer Grundschule vor: Nach Mittagstisch und anschließender Hausaufgabenzeit stehen Förderung, Spaß und Erleben auf dem Programm. Die Angebote entwickeln sich aus den Interessensbereichen der Kinder. Von Kochclub, Theaterwerkstatt bis hin zu Gartendetektiven tauchen die Kinder ein in lehrreiche Spiel- und Erlebniswelten.

Die SPD Oberhausen würde dieses erfolgreiche Modell an allen weiterführenden Schulen in der Sekundarstufe I für 5. und 6. Klassen gerne fortsetzen, jedoch müssen die Rahmenbedingungen vom Land NRW gesetzt werden. Beim Land sieht man den Bedarf derzeit nur für Hauptschulen. „Die AsF Oberhausen wird dieses Thema weiter begleiten.“, so die stellvertretende Vorsitzende, Angelika Jäntsch. „Ein differenziertes Betreuungsangebot trägt dazu bei, dass Frauen unabhängig in ihrer Lebensplanung sind.“

Kontakt:

AsF Oberhausen
SPD-Oberhausen
Schwartzstr. 52
46045 Oberhausen
Tel. 0208 / 23334

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