Zukunft von Weiterbildung und Qualifizierung:

Land signalisiert politische Unterstützung

Größter Ausbildungsbetrieb in Oberhausen: Das Zentrum für Ausbildung und Qualifizierung (ZAQ)

Größter Ausbildungsbetrieb in Oberhausen: Das Zentrum für Ausbildung und Qualifizierung (ZAQ)

Das von massiven Kürzungen bei der Bundesanstalt für Arbeit in seiner Substanz bedrohte Oberhausener Verbundsystem darf auf politische Unterstützung durch die Landesregierung hoffen. Dies ist das wichtigste Ergebnis eines kurzfristig anberaumten Gesprächs der beiden SPD-Landtagsabgeordneten Michael Groschek und Wolfgang Große Brömer mit dem NRW-Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Josef Fischer in Düsseldorf, an dem auch der Geschäftsführer des Zentrums für Ausbildung und Qualifizierung (ZAQ), Jochen Kamps, teilnahm.

Fischer äußerte dabei großes Verständnis für die Sorgen der Weiterbildungs- und Qualifizierungsträger und kündigte eine politische Initiative der Landesregierung in Berlin an. Michael Groschek, Oberhausener MdL und Generalsekretär der NRWSPD: “Florian Gerster und die Bundesanstalt müssen in diesem Bereich zu Korrekturen gezwungen werden. Der von uns mitgetragene sinnvolle Umbruch auf dem Arbeitsmarkt im Zeichen der Hartz-Gesetze darf nicht den Eindruck eines Abbruchunternehmens erwecken.”

Und Wolfgang Große Brömer, MdL und Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, ergänzt: “Der Szenenwechsel hin zu Personal-Service-Agenturen und Job-Centern kann doch nicht damit erkauft werden, dass aufgrund der drastischen Kürzungen bei der Bundesanstalt Tausende Jugendliche ins soziale Abseits rutschen.” Vorrangig komme es jetzt auf eine sozialverträgliche Flankierung des Übergangszeitraums an, bis das neue System voll funktionsfähig sei.

ZAQ-Geschäftsführer Jochen Kamps zeigte sich anschließend sehr erfreut, dass nicht nur die beiden Oberhausener Landtagsabgeordneten, sondern auch der Staatssekretär Unterstützung in der Sache zugesagt hätten.

Landesgeneralsekretär Michael Groschek hat darüber hinaus angekündigt, Bundeskanzler Gerhard Schröder persönlich auf dieses Problem hinzuweisen. Auf einer Klausurtagung der SPD-Abgeordneten aus NRW am nächsten Wochenende wird er die Gelegenheit nutzen, dem Kanzler ein entsprechendes Schreiben zu überreichen.

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