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Lehrermangel in Oberhausen:

NRW muss handeln

Stefan Zimkeit ist Landtagsabgeordneter für Oberhausen-Sterkrade und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

„Die Situation an den Schulen ist dramatischer, als ich vermutet habe“, kommentiert Stefan Zimkeit die aktuellen Zahlen zur Personalausstattung. „An 17 von 29 Grundschulen herrscht Lehrermangel, an acht davon fehlen sogar drei oder mehr Lehrkräfte“, sagt er mit Blick auf die vom Schulministerium als Antwort auf eine kleine Anfrage der SPD vorgelegten Zahlen. „Unterrichtsausfall wegen teils länger erkrankter oder schwangerer Lehrkräfte kommt noch oben drauf.“

Zimkeit kann nicht verstehen, wieso die Landesregierung angesichts dieser Situation untätig bleibt. „Es wäre an der Zeit, eine groß angelegte Bildungskonferenz mit allen Eltern-, Schüler- und Lehrerverbänden, mit den Städten, der Wissenschaft und allen demokratischen Parteien einzuberufen“, fordert Zimkeit. „Aber die schwarz-grüne Koalition weigert sich, diesen Schritt zu tun. Dabei ist ohne eine wirkliche gemeinsame Anstrengung der Weg in eine Bildungskatastrophe kaum noch zu vermeiden.“

Dass die Personalausstattung in einer Ruhrgebietsstadt wie Oberhausen so schlecht ist, hänge laut Zimkeit auch mit einer ungerechten Verteilung zusammen. „In vielen anderen Städten ist die Zahl der Schulen, die einen so großen Lehrermangel wie bei uns haben, teils deutlich geringer.“

An den weiterführenden Schulen in Oberhausen zeigt sich ein differenziertes Bild. Während die Gesamt- und Realschulen zumeist 90 Prozent Lehrerausstattung melden, sind es bei vier der fünf Gymnasium fast 100 Prozent oder sogar mehr.

An den beiden städtischen Förderschulen herrscht ein massiver Mangel an Sonderpädagoginnen und -pädagogen: Hier beträgt die Personalbesetzungsquote gerade mal 76 Prozent, das bedeutet insgesamt 30 fehlenden Lehrkräfte.

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