ThyssenKrupp AG:

NRW ist Stahl – mehr Rückhalt für die Beschäftigen

Ende April 2024, verkündete der Konzernvorstand der ThyssenKrupp AG den Teilverkauf von zunächst 20 Prozent der Anteile der Stahlsparte thyssenkrupp Steel an die EP Corporate Group a.s. (EPCG) des tschechischen Investors Daniel Kretinsky. Erst wenige Stunden zuvor war darüber die Mitbestimmung informiert worden. Perspektivisch soll der Anteil auf 50 Prozent erhöht werden. Dies sorgt bei der Belegschaft von thyssenkrupp Steel, bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) sowie in der Stahlbranche insgesamt für große Verunsicherung.

„Wir müssen jetzt aufpassen, was mit unserer Stahlindustrie passiert. Nicht immer ist der Einstieg eines Investors gelungen. Ich verweise da nur auf Benke und die Galeria-Kaufhof-Geschichte“, sagt die SPD-Politikerin Sonja Bongers. ThyssenKrupp ist auch mit Oberhausen eng verbunden allein rein historisch und natürlich auch weil viele der Mitarbeiterinne und Mitarbeiter aus unserer Stadt kommen. Sie haben dort einen gut bezahlten Industriearbeitsplatz und der soll auch erhalten bleiben“, so Bongers weiter.

Stahlgipfel

Von daher sieht die SPD-Rechtspolitikerin durchaus die Notwendigkeit, bis zum Juli 2024 unter Beteiligung der Tarifpartnerinnen und Tarifpartner aller Stahlstandorte in Nordrhein-Westfalen einen Stahl-Gipfel auszurichten, um mit breitem Rückhalt der demokratischen Fraktionen des Landtags Nordrhein-Westfalen einen gemeinsamen Weg zum Erhalt und zur Modernisierung der Stahlproduktion sowie der Sicherung der Standorte und Arbeitsplätze im Land zu erörtern und zu verabreden.

Dazu sollen in Gesprächen mit Thyssenkrupp und durch ihren Einfluss in der Krupp-Stiftung ein tragfähiges industrielles Transformations- und Zukunftskonzept unter Einbeziehung der HKM entwickelt werden. „Nur so können wir eine weitgehende Standort-, Beschäftigungs- und Anlagensicherung für die thyssenkrupp Steel Europe AG und HKM sicherstellen“, so Bongers.

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