Sonja Bongers:

„Stellenabbau bei Aldi-Süd trifft auch Oberhauserinnen und Oberhausener“

Sonja Bongers ist Erste Bürgermeisterin der Stadt Oberhausen und Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen

Die SPD-Landtagsabgeordnete Sonja Bongers hat den geplanten Stellenabbau bei dem Einzelhandelsunternehmen Aldi-Süd scharf kritisiert. „Ich kann es nicht verstehen, dass der Konzern sich von einem Drittel seiner Mitarbeitenden seiner Digitalsparte trennen will. Darunter sind viele, die dort erst kürzlich ihre Ausbildung beendet haben. Sie hatten sich darauf eingerichtet, in einem großen Konzern ihr berufliches Leben auszurichten. Und nun kommt schon das vorzeitige Ende. Darunter sind auch etliche Bürgerinnen und Bürger aus Oberhausen, die ihre vermeintlich sicheren Jobs verlieren“, teilte Bongers schriftlich mit.

Aldi schweigt

Wie Medien berichten, sollen 1.250 Stellen in Mülheim an der Ruhr wegfallen. Der größte Teil davon entfällt wohl auf die internationale IT- und Digitalsparte Aldi DX. Aldi lehnt Stellungnahmen dazu ab und verweist lediglich darauf, dass Prozesse und Strukturen optimiert werden müssten. Insgesamt sind dort rund 3.900 Menschen beschäftigt.

Erneuter Jobabbau

„Das ist ja nicht das erste Mal, dass Aldi Leute vor die Tür setzt. Bereits im Januar hatte Aldi angekündigt, 500 Stellen in der Verwaltung zu streichen. Für die Betroffenen ist das ein echter Schlag. Man kann nur hoffen, dass Aldi zu seinem Wort steht und wenigstens Abfindungen oder Sozialpläne vorlegt. Für die Arbeitsmarktstrukturen im westlichen Ruhrgebiet sind solche Aktionen ein Schlag ins Kontor. Wenn ich mir als Kundin von Aldi beim Einkauf dann die massive Werbung ansehe, dass junge Leute ihre berufliche Zukunft bei Aldi verbringen sollten, kommt einem das fast wie Hohn vor“, so Bongers abschließend.

Send this to a friend