
Sonja Bongers ist Erste Bürgermeisterin der Stadt Oberhausen und Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen
Die SPD-Landtagsabgeordnete Sonja Bongers hat sich dafür ausgesprochen die Kleingartenvereine besser zu unterstützen. „Das Interesse an einer Parzelle im Kleingarten ist riesig. Die Menschen finden hier ihren Platz im Grünen und ihr kleines Stück Glück. Die Kinder spielen, die Erwachsenen gärtnern, abends ein kühles Getränk mit den Nachbarinnen und Nachbarn in der Laube – das ist etwas, was wir am Leben erhalten und auch für die Zukunft gut ausstatten müssen“, sagte Bongers.
Zwei Millionen für Modernisierung
Das Kleingartenwesen hat eine lange Tradition. Allerdings benötigen viele Anlagen eine Modernisierung. Oftmals können die ehrenamtlich geführten Kleingartenvereine diese Investitionen jedoch nicht allein stemmen. Auch Kommunen kommen mit möglicher Unterstützung an ihre Grenzen.
Abhilfe schafft hier ein Investitionsprogramm „Ertüchtigung der Kleingärten“, mit dem das Land Nordrhein-Westfalen Investitionen in die energetische Modernisierung der Anlagen und ihrer Infrastruktur unterstützt. Die Vorteile eines solchen Programms für bestehende Kleingartenflächen sind vielfältig. Es schafft Anreize für eine positive Flächenentwicklung in den Kommunen. „Ich würde mir wünschen, dass NRW dieses Programm jährlich mit bis zu zwei Millionen Euro ausstattet“, sagt Bongers.
Klimaschutz, Infrastruktur, Gesellschaft
Die Vorteile liegen auf der Hand: Verhältnismäßig kostengünstig lässt sich die Klimaresilienz im urbanen Raum stärken, indem in den Bestand des Grüns mitten in unseren Städten investiert wird. Dazu wird die soziale Infrastruktur gestärkt. Viele Vereinsheime sind oft zentrale Treffpunkte und benötigen eine Modernisierung. Die Infrastruktur zur Versorgung der Kleingärten mit Wasser und Arbeitsstrom braucht ebenso in vielen Anlagen dringend Investitionen.
„Diese Baustellen müssen wir in den Blick nehmen, damit das Leben im Kleingarten auch morgen noch funktioniert. Letztlich profitieren nicht nur die Kleingärtner und ihre Vereine, wenn das Land solche Maßnahmen mit entsprechenden Mitteln anschiebt. Gewinner sind auch unsere Kommunen durch einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Genau wie die Bevölkerung, die gerade in den Ballungsräumen von den grünen Oasen profitiert“, so Bongers abschließend. In NRW existieren insgesamt 118.000 Kleingärten in 1.600 Kleingartenanlagen.
