
Sonja Bongers ist Erste Bürgermeisterin der Stadt Oberhausen und Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen
Die SPD-Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin der Stadt Oberhausen, Sonja Bongers hat sich dafür ausgesprochen, unverzüglich zu einer sachlichen Debatte, um die neue Gesamtschule in Oberhausen zurückzukehren. „Es muss allen Beteiligten klar sein, dass es nicht um das Durchsetzen ideologischer Positionen gehen sollte, sondern um die Zukunft von Kindern und Familien, die dringend auf ausreichende Schulplätze angewiesen sind. Die demokratischen Parteien in dieser Stadt sollten wie schon in der Vergangenheit verantwortungsvoll zusammenarbeiten. Als Demokratinnen und Demokraten in Oberhausen sind wir in der Lage tragfähige Kompromisse zu finden“, sagte Bongers, in deren Wahlkreis die künftige Schule liegen wird.
Moderationsprozess
Die SPD-Rechtsexpertin ist bereit, diesen Moderationsprozess zwischen den Beteiligten zu führen. „Damit jetzt eine sachliche Entscheidung getroffen werden kann, müssen alle relevanten Fakten offen auf den Tisch. Insbesondere die Kosten des Projekts müssen transparent und nachvollziehbar dargestellt werden. Nur wenn Politik und Öffentlichkeit vollständig informiert sind, können verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden. Aus den Fehlern der Vergangenheit müssen Konsequenzen gezogen werden. Großprojekte dieser Bedeutung dürfen nicht an fehlender Kommunikation, parteipolitischen Interessen oder taktischen Manövern scheitern. Wer ein Projekt ablehnt oder bremst, muss zugleich realistische Alternativen aufzeigen. Ein einfaches Nein schafft keinen einzigen zusätzlichen Schulplatz“, so Bongers weiter.
Keine Verzögerungen mehr
„Der steigende Bedarf an Schulplätzen ist seit Jahren bekannt. Im letzten Herbst wurde der Beschluss im Rat gefasst, dass die Verwaltung beauftragt wird, die Gründung einer neuen Schule, vorzubereiten. Umso unverständlicher ist es, dass das Projekt nun ins Stocken geraten ist. Politik und Verwaltung stehen gemeinsam in der Verantwortung, schnell eine tragfähige Lösung zu finden. Weitere Verzögerungen kann sich Oberhausen nicht leisten.“
Lirich stärken
Nach derzeitigem Stand wird ein Interimsstandort in Lirich an der Eschenstraße im Gebäude der ehemaligen Hauptschule als beste Möglichkeit betrachtet. „Mangels Alternativen ist das die beste und verantwortungsvollste Lösung. Gleichzeitig bietet sich damit die Chance, den Stadtteil nachhaltig zu stärken. Lirich hat eine moderne, zukunftsfähige Schule verdient. Der Bedarf an Schulplätzen im Oberhausener Süden ist unumstritten“, so Bongers abschließend.

