
Was heute noch teilweise als geopolitische Krisenfolge ausgelegt wird, zeigt eine neue Realität an: fossile Energien werden fortan keine sichere Energieversorgung mehr gewährleisten und insbesondere auch keine günstige Versorgung sichern können. „Und dennoch leistet sich Deutschland, mit Katharian Reiche eine Wirtschaftsministerin, die auch künftig auf teure, schmutzige und abhängig machende Energie setzt“, mahnt die SPD-Landtagsabgeordnete Sonja Bongers an.
Belastung nimmt immer weiter zu
In einem international unsicheren Handelsumfeld mit autokratisch geführten Förderländern fossiler Energien werden politische Abhängigkeiten immer deutlicher. Durch diesen geopolitischen Einfluss und perspektivisch durch die ab 2028 ohnehin ansteigende CO2-Bepreisung im Europäischen Emissionshandel II für Gebäude und Verkehr werden Öl und Gas zur Wärmeversorgung eine zunehmende Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie ein nicht tragfähiger Kostenfaktor für die Wirtschaft.
Schon jetzt zeigt die Debatte um die Füllstände der Gasspeicher im Land kurzfristig mit Blick auf den kommenden Winter, dass die Heizkosten deutlich steigen könnten. Erdgas muss angesichts der niedrigen Füllstände nun direkt nach Ende der ausgelaufenen Heizperiode zu hohen Kosten eingespeichert werden.
Souverän werden
„All diese Entwicklungen weisen in dieselbe Richtung: um Wärme gesichert und kostenverträglich bereitstellen zu können, ist eine größere energiepolitische Souveränität unausweichlich. Abhängigkeiten von fossilen Energieimporten, die noch auf Jahre hin nicht gänzlich vermeidbar sein werden, müssen auch im Wärmemarkt durch eine entschlossene Wärmewende reduziert werden. Der erste Schritt hierfür sind Wärmespeicher. Durch Wärmespeicher werden Importabhängigkeiten und Systemkosten der Wärmewende, letztlich die Heizkosten der Verbraucherinnen und Verbraucher reduziert“, so Bongers.
