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Postos Bahnhof:

SPD-Urgestein Franz Müntefering war bei Apostolos Tsalastras im Bahnhofsturm zu Gast

postos_bahnhof_franz_muenteferingThema des unterhaltsamen Gesprächs war die älter werdende Gesellschaft. „Wir werden immer weniger, immer älter und auch immer bunter“, sagte Tsalastras zu Beginn. „Immer mehr Kinder, die hier geboren werden, haben ihre Wurzeln in einem anderen Land. Das ist im Ruhrgebiet ganz selbstverständlich.“ Franz Müntefering betonte, dass es keinen Konflikt zwischen den Generationen gebe. „Wir müssen dafür sorgen, dass die vernünftigen Jungen und die vernünftigen Alten vernünftige Politik machen.“

„Pflegen ist ein Beruf; das muss man können“, sagte der 75-Jährige zu der Frage, ob man einen geliebten Angehörigen zu Hause pflegen sollte. „Macht euch nicht kaputt dabei!“, mahnte Müntefering, dies genau zu bedenken. Voraussetzung dafür sei es zudem, die Wohnung altengerecht umzugestalten.

Apostolos Tsalastras stimmte ihm zu: „Wir müssen, da wo es geht, barrierefrei umbauen.“ Er ist im Gespräch mit dem Bauministerium, um Fördermöglichkeiten zu finden, damit die Menschen in ihrem Wohnviertel bleiben können. Wenn die Wohnung im dritten Stock nicht altengerecht gestaltet werden kann, gäbe es vielleicht die Möglichkeit, einen Leerstand im Erdgeschoss barrierefrei auszubauen, nannte Tsalastras ein Beispiel. „Was für Ältere gut ist, ist für Familien oft genauso gut.“

„Wir haben uns angewöhnt, dass man sich mit dem Renteneintrittsalter aus dem eigentlichen Leben verabschiedet“, beklagte Franz Müntefering. Das ändere sich jetzt glücklicherweise. „Das ganze Jahr Mallorca ist auch kein Urlaub mehr. Es kommt darauf an, dass man im Leben verhaftet bleibt. Wenn du morgens nicht aufstehen musst, wenn du nichts richtig und falsch machen kannst, dann ist das eine trostlose Kiste“, sagte „Münte“ bei Postos Bahnhof. Er appellierte an die vielen Älteren im Publikum, aktiv zu bleiben.

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